Otto K schrieb:
> Heisst das, dass Sie behaupten, das die z.Zt.
> benutzten und zugelassenen Impfstoffe ohne
> aussagefähige Studien zugelassen wurden? Und
> ebenso, dass für Sie die Epidemiologien der
> Epidemien keine aussagefähigen Studien
> darstellen?
>
Sorry, aber hier geht es nun wirklich nicht darum, was ICH behaupte, sondern gemeinsam zu prüfen, ob die Zulassungsstudien eine verlässliche Aussage über die Wirksamkeit von Impfstoffen zulassen.
Wenn Sie bei Ihrer Argumentation auf der Ebene der Empörung über meine Fragenstellung bleiben, hat eine weitere Diskussion mit Ihnen wenig Sinn.
> Das klingt auf den ersten Blick gut, ist aber bei
> näherem hinsehen unethisch. Solche Studien werden
> zurecht nicht genehmigt. Schauen wir uns das
> Beispiel Masern an, es ist bekannt dass 98% der
> Masernkranken nicht vollständig geimpft sind. Sie
> fordern eine doppelblinde plazebokontrollierte
> Studie, die also dafür sorgen würde, dass die
> Hälfte der vermeintlich geschützten doch nicht
> geschützt würde, obwohl es heute einen Schutz
> gibt. Da dies ein Rückschritt hinter den heutigen
> Therapiestandard darstellt, ist eine solche Studie
> nicht ethisch. Da sie doppeltblind sein soll, wäre
> es noch nicht mal möglich, die, die sowieso die
> Impfung ablehnen, die also eh nicht geimpft
> würden, in den Placeboarm aufzunehmen und so
> ethisch die Wirksamkeit der Impfung gegen eine
> Placebogeimpfte Kontrollgruppe zu belegen.
>
Das müssen Sie mir näher erklären. Warum wurden dann GARDASIL, CERVARIX und ZOSTAVAX zugelassen? Es sind Ihren Aussagen zufolge "unethische" Studien, da hier Tausende von jungen Frauen ein Plazebo erhalten haben. Und für GARDASIL wird nun Werbung ohne Ende gemacht. Alles unethisch??
Außerdem müssen Sie mir erklären, warum es "ethisch" sein soll, Hunderten von drei Monate alten Säuglingen im Zuge einer Zulassungsstudie einen Impfstoff zu verabreichen, von dem vorher niemand sagen kann, ob er wirklich wirksam und wirklich sicher ist, und in der Folge Hunderttausenden bis Millionen von Säuglingen, ohne dass ein direkter Wirkungsnachweis in Form einer tatsächlichen Nichterkrankung der Geimpften vorliegt, sondern nur "Surrogatparameter" in Form von Antikörpertitern.
Und warum es gleichzeitig "unethisch" sein soll, so einen Impfstoff in einer doppelverblindeten Plazebostudie anhand der tatsächlichen klinischen Symptome so auf Herz und Nieren zu prüfen, dass eine eindeutige Aussage über die Wirksamkeit möglich ist.
Das "Ethik"-Argument, dass auch von der Zulassungsbehörde PEI immer wieder angeführt wird, ist nun wirklich sehr widersprüchlich.
> Ersteres ist ein böse Verunglimpfung unserer
> Mitbürger insbesondere wenn die Argumente, die
> gegen ein solches Vorgehen sprechen berücksichtigt
> werden und letzteres eine unbewiesene Behauptung
> für die ich von Ihnen gute Belege erwarte.
>
Das ist kein Argument. Sich nicht zu entscheiden, indem man jemand anderes entscheiden lässt (z.B. den Arzt oder die Gesundheitsbehörden), steht natürlich jedem frei. Das entspricht jedoch nun wirklich nicht dem Prinzip der Selbstverantwortung. Ich propagiere eine Plausibilitätsprüfung vor der Impfentscheidung, was spricht denn dagegen, wenn die Argumente FÜR das Impfen angeblich so eindeutig sind?
> Aus obigen Gründen kann man sich nicht mit Ihnen
> einigen, den heutigen Therapiestandard
> doppeltblind zu unterbieten. Es würde zu
> heftigsten Schadenersatzklagen im Placeboarm der
> Studie im Falle des "Impfversagens" führen.
>
Das Argument scheint mir doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen und wird von der Zulassungsbehörde auch nicht verwendet. Wer an einer Studie teilnimmt, weiss, worauf er/sie sich einläßt. In den armen Ländern wie z.B. Costa Rica machen die Leute hauptsächlich deshalb mit, weil die Studienteilnahme mit einer medizinischen Versorgung verbunden ist, die man dort sonst nicht hat bzw. nicht zahlen kann.
Und nun zu Ihrer Überschrift:
> Epidemiologie der Epidemie ist ein evidenzbasierter Wirkungsnachweis
Das Problem ist, dass ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Rückgang von Erkrankungsraten mit der Einführung von Impfstoffen nicht automatisch auch einen kausalen Zusammenhang begründet. Da gibt es zu viele Einflussfaktoren, die zu berücksichtigen sind, worauf ich gerne bei Gelegenheit noch eingehe.
mfg
Hans Tolzin