Karl Woe schrieb:
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> - Marika: "Die einzige Behandlungsmethode der
> konventionellen Medizin"
> Ihre Antwort darauf: "So ist es, die einzige
> wirksame Behandlung..."
> Dass es WIRKSAME Behandlungsmethoden außerhalb der
> "konventionellen Medizin" - auf die Sie sich doch
> hier berufen - gibt, scheinen Sie nicht
> akzeptieren zu wollen - warum auch immer.
Ganz einfach, weil jede nachgewiessenermassen wirksame Behandlungsmethode konventionelle Medizin ist. Konventionelle Medizin ist evidenzbasierte Medizin ist wirksame Behandlungsmethode.
> Ich habe z.B. am eigenen Körper erlebt, dass die
> Homöopathie das bei mir bewirkte, was die
> "konventionelle Medizin" nicht geschafft hat.
> Allein mit dem Placeboeffekt war das nicht zu
> erklären. Und auch bei meinem damals 3-jährigen
> Sohn hatte ausschließlich Homöopathie dazu
> beigetragen, dass seine Mittelohrentzündung heilte
> und NIE wieder auftauchte, obwohl der Kinderarzt
> mich inständig bekniete, meinem Sohn das
> Antibiotikum zu geben. Auch hier kann ich ganz
> klar den Placeboeffekt verneinen.
Wer spricht denn von Placebo-Effekt? Wie wäre der natürliche Krankheitsverlauf als Erklärung? Wenn ich Mittelohrentzündung hatte, hat mich meine Mutter vor die Rotlichtlampe gesetzt und sie ging auch weg, da brauchte ich nicht zum HP. Das meiste, was wir nach HP-Behandlungen sehen, ist der natürliche Krankheitsverlauf.
> Wenn so vielen Menschen mit der Homöopathie nicht
> geholfen werden konnte, bei denen die
> "konventionelle Medizin" versagt hat, dann wäre es
> um die Homöopathie längst still geworden. (Ärzte,
> die "normal" praktizieren, gehen bei eigenen
> gesundheitlichen Problemen oder wenn ein
> Familienmitglied betroffen ist zum Heilpraktiker
> oder gar "Geistheiler" - wird in Büchern von ihnen
> selbst veröffentlicht!)
Da die Homöopathie ein in sich abgeschlossener Glaube ist, stimmt das eben nicht.
> Es gibt noch viele andere Methoden außerhalb der
> "konventionellen Medizin" (auch wenn einige hier
> bereits Einzug gehalten haben), die nachweislich
> wirklich helfen - vollkommen im Gegensatz zur
> "konventionellen Medizin".
Das ist aber ein arger Wiederspruch, das klingt so, als wenn, wenn eine Methode in der konventionellen Medizin einzieht, sie nicht mehr hilft.... Oder anders gesagt, sie schrieben gerade dass viele Methoden, die helfen Einzug gehalten haben um dann zu sagen das konventionelle Medizin nicht hilft????
> Was ich persönlich und mit meinen Kindern über
> viele Jahre mit der craniosakralen Osteopathie,
> der (sanften) Chiropraktik, der Homöopathie u.a.
> erlebt habe, grenzt für die "konventionelle
> Medizin" oft an ein Wunder. Zumindest kann sie es
> nicht erklären und tut es damit ab. Allein, was
> ein Beckenschiefstand (ein Bein ist "zu lang" )
> alles nach sich ziehen kann und wie schnell ein
> guter Chiropraktiker diesen behoben hat, mit
> anschließenden Auswirkungen, die mehr ausmachen,
> als "nur" wieder gleich lange Beine zu haben, von
> denen die "konventionelle Medizin" nur träumen
> kann. Ein "normaler" Orthopäde gibt dann den Rat,
> Einlagen zu tragen oder die Schuhe entsprechend zu
> besohlen. Dass aber zwei unterschiedlich lange
> Beine das Kräftesystem des Gehapparates
> "durcheinander bringt" und dann zu Problemen
> führen muss, das kann man schon mit dem
> Schulwissen des Kräftegleichgewichtes oder der
> Kraft/Hebel-Beziehungen "erahnen".
verstehe ich nicht, bei unterschiedlich langen Beinen ist doch die Einlage die perfekt Behandlung um "Hebel" wieder gleich lang zu machen, anders geht es doch gar nicht, oder ist ein Bein nachgewachsen? Angeblich ungleichlange Beine sind übrigens leider ein beliebter Taschenspielertrick.
> lt. Wikipedia: "Naturheilverfahren sind beliebt;
> 73 Prozent der Bevölkerung ...(Studie Allensbach
> 2002)" - warum wohl? Weil die "konventionelle
> Medizin" "einzig wirksame Behandlung"en anbietet?
Naturheilverfahren sind Teil der konventionellen Medizin (Phytopharmaka) wenn sie evidenzbasiert helfen.
> Etwas durch Chemie unterdrücken oder vernichten
> ist nicht das Gleiche, wie den Organismus
> unterstützen, damit er sich selbst regeneriert.
Wir haben ein anderes Krankheitsverständnis. Antibiotika unterdrücken nicht, Antazida auch nicht usw. Für mich helfen sie dem Körper sich selbst zu helfen.
> Man berücksichtige bei all dem immer das, was nach
> einem "konventionellen Eingriff" im menschlichen
> Organismus geschieht: die "Heilung" schafft
> letztendlich NUR der Organismus selbst. Egal ob
> nach einer winzigen Wunde, die man nicht einmal
> bemerkt hat oder nach einem Knochenbruch oder
> einem komplizierten chirurgischen Eingriff: wenn
> im Innern des Menschen bestimmte Funktionen nicht
> mehr regulativ arbeiten, dann ist die
> "konventionelle Medizin" ABSOLUT MACHTLOS und am
> Ende!
Ich sehe das anders, die konventionelle Medizin hilft dem Körper bestmöglich sich selbst zu helfen, seien es chirurgische, orthopädische oder sonstige Massnahmen.
> - Marika: "Da die symbiotischen Bakterien dem
> Medikament ebenfalls zum Opfer fallen...".
> Ihre Antwort: "Kein Antibiotikum vernichtet die
> gesamte Darmflora."
> Hat Marika nicht geschrieben. "Die gesamte
> Darmflora" muss nicht "vernichtet" werden, wenn
> "symbiotische Bakterien dem Medikament ebenfalls
> zum Opfer fallen". "Zum Opfer fallen" ist nicht
> gleichbedeutend mit "die gesamte ... vernichten".
Doch, da sie es allgemein formuliert hat, sie schreibt, "da die", nicht "einige" oder "viele", nein sie schreibt ganz allgemein, "da die".
> Aber eine stark oder sehr stark reduzierte
> Darmflora kann ihrer "ursprünglichen Aufgabe auch
> nicht mehr so nachkommen", dass eine "gesunde oder
> normale" Verdauung gewährleistet ist. Oder wollen
> Sie das bestreiten.
Genau. Die meisten (mich eingeschlossen) vertragen Antibiotika so gut, dass sie noch nicht einmal mit einer Änderung der Konsistenz ihres Stuhlgangs reagieren.
> Es gibt Unmengen von (und immer wieder neuen)
> Krankheiten, die der "konventionellen Medizin"
> Kopfzerbrechen bereiten. Ich stieß letzte Tage auf
> "Morbus Crohn" - eine junge Frau mit 21 Jahren
> leidet an dieser schrecklichen Krankheit. Alles
> Mögliche und Unmögliche wird hier als "Ursache"
> "vermutet" - siehe z.B Wikipedia. Bei ihr soll es
> gar die einige Jahre zurückliegende
> Schwangerschaft gewesen sein! Aber ansonsten tappt
> die "konventionelle Medizin" im Dunkeln. Aber -
> "das Impfen hat damit absolut nichts zu tun".
Tja, leider wollen Menschen Gründe, auch dann, wenn sie sich damit zufrieden geben sollten, dass Gründe nicht bekannt sind. Wenn Ursachen nur vermutet werden, kennt man die Ursache eben nicht, dann ist alles andere Spekulation und sollte eigentlich unterbleiben. Was ein Pieks in den Arm mit einer Entzündung des Dickdarms zu tun hat, erschliesst sich mir allerdings ebensowenig wieso es die Schwangerschaft gewesen sein soll. Aber das gute bei Morbus Crohn ist, dass es eine in den meisten Fällen ausreichend wirksame medikamentöse Therapie gibt, die den Kranken ein weitgehend beschwerdefreies Leben erlaubt (ich kenne einige).
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.2008 00:26 von Otto K.
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