Hallo Karl,
ich glaube, dass Scharlach, ebenso wie die anderen Infektionskrankheiten, zurück gingen, in dem Maße, wie sich die Rahmenbedingungen verbesserten (Hygiene, Ernährungszustand, sauberes Trinkwasser usw.). Penicillin ist vielleicht nur ein Faktor (anfang vielleicht wirklich aufgrund schlechterer Bedingungen der tragende, nun mit verbesserten Allgemeinzustand sicher der untergeordnetere).
In unserem Kindergarten gab es auch laufend Scharlacherkrankungen. Mein ungeimpften Sohn hatte einmal einen klitzekleinen Ausschlag (ohne irgendwelche Krankheitssymptome), der übers Wochenende verschwand. Meine Hausärztin machte am Montag einen Rachenabstrich und stellte einen Kontakt mit Scharlach fest (beinahe hätte ich die Erkrankung gar nicht bemerkt, so leicht verlief sie). Auch meine anderen beiden ungeimpften Söhne hatten nie Scharlach.
Die Tochter einer Freundin (normal geimpft trotzdem relativ robust) hatte Scharlach und bekam natürlich Antibiotika. Danach ging es erst einmal richtig los. Sie bekam eine Mandelentzündung und wieder Antibiotika. Danach nochmal etwas und wieder Antibiotika. Ich machte die Mutter darauf aufmeksam, welch negativer Verlauf die ganze Sache nahm und wenn es so weitergeht, ihre Tochter weiter geschwächt wird und ein Teufelskreis entsteht. Sie gab dann ihrer Tochter bei der nächsten kleineren Krankheit kein weiteres Antibiotika und ihre Tochter erholte sich dann wieder. Ich glaube auch, dass das größte Problem bei Scharlach die schulmedizinischen Hämmer sind (oft denke ich mir nur: DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN!).
Gruß - Marika