Klar machen Schulmediziner dafür Penicillin und Antibiotika verantwortlich.
Statistiken alleine helfen hier nicht weiter - sorry
Aber vielleicht andere Informationen?
Scharlach wurde im 18. Jahrhundert, bis ins 19. unter dem Sammelnamen Pocken geführt [
www.impfschutzverband.de]
Vor mehr als 10 Jahren bekam ich von meinem Bruder die Auskunft, dass in der Kindertagesstätte, in der sich seine Kinder aufhielten, (fast) alle Kinder, die bei Scharlach mit Antibiotika behandelt wurden, diese Krankheit mindestens noch einmal durchmachen mussten. Alle, die diese Krankheit "natürlich" überstanden, bekamen sie nur das eine Mal. Genau diese Auskünfte erhielt man damals massenhaft. Meine Kinder hatten nie Scharlach, insofern habe ich das persönlich nicht erlebt.
In meinem DTV-Lexikon von 1973 steht: "Einmaliges Überstehen schützt in der Regel vor Wiedererkrankung".
Im Pschyrembel 256/1990: "Die Erkr. hinterläßt eine rel. antitoxische Immunität".
In 259/2002: "Sch. hinterlässt eine typenspezif. antibakterielle (Zweiterkrankung mit anderen Streptokokken möglich) u. eine rel. antitoxische Immunität".
Bei Wiki. heute: "Im Gegensatz zu vielen anderen "Kinderkrankheiten" kann man mehrfach an Scharlach erkranken."
In Foren fand ich Angaben von Betroffenen, die 8 und mehrmals an Scharlach erkrankt waren. Mit der Begründung, dass es entsprechend viele verschiedene Erregertypen gäbe, wie ich auf ärztlichen Seiten "aufgeklärt" wurde.
Mit Statistiken über Todes- bzw. Krankheitsfälle aus allen Jahren und Jahrhunderten ist hier bestimmt keine Erklärung möglich, warum die Todesfälle abgenommen haben und im Gegensatz zu den zurückliegenden Jahrzehnten so gut wie keine Immunität mehr nach überstandener Krankheit vorhanden ist (sein soll).
Wenn man allerdings davon ausgeht, dass Antibiotika nicht heilen, sondern nur unterdrücken (übrigens, Otto K.: diese Auskünfte habe ich mir nicht "aus den Fingern gesaugt" oder selbst ausgedacht oder von Impfgegnern oder anderen "Alternativen", sondern seit Anfang der 80er immer wieder mal von Schulmedizinern, die pro Impfen waren, mitgeteilt bekommen!), dann ergibt das ganze schon eher einen Sinn.
Dass Antibiotika bei vielen "Krankheiten" vor dem Tode schützen, ist unbestreitbar. Dass sie allerdings heilen sollen eine Behauptung und Annahme, die sich darauf stützt, dass Symptome verschwinden. Und solange das Verschwinden von Symptomen mit Gesundung gleichgesetzt wird, "sitzen die Allopathen am längeren Hebel".
Dann ist ganz wichtig zu berücksichtigen, dass viele Krankheiten durch mangelnde Hygiene und ärztliche Fehlbehandlungen überhaupt erst in der Weise entstanden, verbreitet wurden und Komplikationen ausbilden konnten. Diese Angaben findet man massenhaft in der ärztlichen und einschlägigen Literatur der damaligen Zeit: Oidtmann, Wegener, Bilfinger, etcpp. und "heute" gibt es darüber auch kontroverse "Diskussionen".
Das heißt im umgekehrten Fall, dass Krankheiten, Todes- und Komplikationsfälle mit zunehmender Hygiene (hierunter zähle ich auch sauberes und genügendes Trinkwasser und ausreichende Ernährung; dass war bis ins 20. Jahrhundert hinein in "Deutschland" nicht selbstverständlich) und richtiger ärztlicher Betreuung u.U. rapide zurückgingen, z.b. so [
www.impfschutzverband.de]
Um noch einmal kurz zu den Scharlachtodesfällen zurückzukommen, die Otto K. hier mit entsprechenden Belegen anführt:
Erst wenn bei den Todesfällen die genaue Altersangabe für jedes einzelne gestorbene Kind zw. 1 und 5 Jahren erscheint und dazu noch ganz spezielle wichtige Informationen zu anderen Erkrankungen, Impfstatus (der Zeitpunkt, der Verlauf danach und evtl. Komplikationen), Lebenssituation (Hygiene i.w.S.) und die Art der ärztlichen Betreuung, dann könnte man mit diesen Zahlen etwas anfangen.
Das ist nur eine kleine und nicht allumfassende Zusammenstellung von benötigten Angaben, die absolut erforderlich ist, wenn "Statistiken" überhaupt einen Aussagewert besitzen sollen.
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.2013 21:53 von Karl Woe.
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