Hi Ändschi,
du hast unten deutlich gemacht, wie es 'normalerweise' laufen sollte: Eltern/Erzieher fällt bei den Kindern etwas auf und lassen das beim Arzt abklären. Ist nicht anders wie mit dem TÜV beim Auto: der kann nicht für die Zukunft bescheinigen, dass alles in Ordnung bleiben wird. Hier ist der Fahrer und Besitzer gefordert, ständig aufmerksam zu sein. Wie kann nämlich der Arzt in einer Momentaufnahme feststellen, ob wirklich alles okay ist? Das geht aus verschiedenen Gründen nämlich nicht. Insbesondere, wenn Dinge nicht erkennbar sind am Untersuchungstermin - warum auch immer.
Habe mit meinen drei Kids genügend Erfahrungen gemacht, dass ich hier berechtigterweise Kritik anbringen kann und darf. Und wenn ich das noch mitberücksichtige, was ich von anderen mitbekommen habe, dann kann ich nicht wirklich diese U's rückhaltlos unterstützen.
Andererseits kenne ich genügend Eltern, die ihre Kinder nicht 'sehen' (wahrnehmen) und für die ist allerdings der Termin beim Doc berechtigt. Wie du ja auch unten schreibst.
Nur - solange Impfreaktionen, Medikamentenwirkungen u.a. nicht genauso berücksichtigt wird, wie die tabellenartige Untersuchung, die an einen "Multiple-Choice-Test" erinnert, ist alles nicht einmal halber Kram.
Und ja - die U's dienen vor allem dazu, den Eltern immer wieder Druck zu machen, damit sie impfen lassen. Das haben wir mit unseren Kindern auch schon Ende der 80er/Anfang der 90er erlebt. "Ich weiß ja, dass Sie kritisch den Impfungen gegenüber stehen, aber..." o.ä. war der Standardspruch damals auch schon an uns vom Kinderarzt. Allerdings damals noch ohne den entsprechenden Druck, der heute dahinter steckt. War auch noch eine andere Zeit - hört sich doch seltsam an; gerade mal 20 Jahre her.
Die Idee dahinter ist sicher nicht schlecht. Aber die Umsetzung und das Ergebnis katastrophal. Was heute nämlich als normal angesehen wird, war vor 50 Jahren
*krank*. Mittelohrentzündung war eine Ausnahme. Heute liest man z.B. in einschlägigen Publikationen aus seriösen Quellen: "Bis zum zehnten Lebensjahr erleiden rund 40% aller Kinder
mindestens eine akute Mittelohrentzündung. ... Kleinkinder haben eine sehr kurze und weite Ohrtrompete
[aber sicher auch schon vor 50 Jahren? K.W.], über die Krankheitserreger leichter in das Mittelohr aufsteigen können
[wie machen die das? Stelle man sich mal bildlich vor! Viren - oder auch Bakterien -, die den Gehörgang entlang'wandern'? Bakterien breiten sich aus - durch Vermehrung, Teilung, ... -, wenn sie eine Nahrungsgrundlage haben. K.W.]. Deshalb leiden Kinder häufig unter Ohrenschmerzen
[wie ich schon schrieb: warum dann nicht genauso vor 50 Jahren z.B.? In unserer Familie, mit insgesamt 8 Kindern, waren Ohrenschmerzen unbekannt - soviel ich weiß. Und nur über einen, etwa gleichaltrigen Nachbarjungen kenne ich dies aus meiner Kindheit]. ... Häufige Mittelohrentzündungen sind bei Kindern nicht unbedingt ein Grund zur Sorge - das belegt eine Studie aus Deutschland. " (aus: "Gesund werden und bleiben - Ratgeber Pharmazie und Gesundheit 2001" - Springer Medizin)
Beipiele dieser Art könnte ich massenweise bringen - wenn ich Zeit dazu hätte, würde ich das mal zusammenstellen. Leider lässt das mein Zustand noch nicht zu.
Im Grunde zeigt sich hier die Schulmedizin hilflos. Sie festigt einen Status quo zur Allgemeinverbindlichkeit, der vor einigen Jahrzehnten nicht einmal vorstellbar war. Und so etwas auch noch mit Hilfe von Studien. Dabei wäre es ziemlich einfach, diese Absurdität zu entlarven. Man müsste sich nur mal in der natürlichen Natur umsehen - solange sie es noch gibt. Wenn die Nachkommen der Tiere in freier Wildbahn auch so etwas mitmachen müssten, gäbe es schon lange keine höheren Tierarten mehr. Aber in der Obhut von Menschen machen Tiere nun auch das durch, was unsere Kinder erleiden müssen: Katzenschnupfen bei kleinen Kätzchen soll nun auch schon was Normales sein...
Danke für die Nachfrage

- mir geht es "einigermaßen gut". Kommt allerdings auf den 'Standpunkt' an. Auf die 'Messlatte', den Maßstab ... ein 'normaler' Mensch würde aber dazu nicht "einigermaßen gut" sagen können. Wenn man aus einem tiefen Loch heraufsteigt, heraufsteigen muss/will, ist jeder gewonnene Zentimeter ein Gewinn. Und nach jedem Zentimeter geht es einem besser - im Vergleich zum Boden des Loches. So etwa. Aber immerhin erlebe ich nun Dinge, die kein oder kaum ein Mensch vom Fach weiß. Obwohl alle das entsprechende Grundwissen haben. Scheinbar ist es aber auch hier so wie mit Kindern: man kann Kinderkriegen und -großziehen nicht vorher theoretisch lernen...
Auch liebe Grüße aus Solingen
Karl
PS. "Randberlin" - wieder um eine Erfahrung reicher. Meine 'Bildung' wächst und wächst. Da sage noch einmal einer "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!". Was ich alles als 'Hans' gelernt habe.
Ändschi schrieb:
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> Hallo Karl,
>
> ja die Energien könnte ich wirklich gut zu was
> Anderem brauchen, aber wenn es um meine Kinder
> geht, da dreh ich durch. Aus pädagogischer Sicht
> (bin ja jetzt Erzieherin mit staatlicher
> Anerkennung seit 29.6. HURRA) ist es sinnvoll, die
> Kinder zu den U-Untersuchungen zu schicken, da 1.
> ich als Erzieher der gut arbeitet, Defizite
> erkennen kann, aber nicht alle und 2. die Eltern
> alles von dem Mann in weiß schwarz auf weiß
> bestätigt haben wollen
> Das heißt, wenn ich Eltern sage, dass ich finde,
> das ihr Kind ein Problem mit den SCH- und S-
> Lauten hat und sie bitte, die und die Übungen zu
> machen, dann glauben sie mir nicht und rennen zum
> Arzt. Der stellt dann ein Rezept zum Logopäden aus
> und fest, was für eine aufmerksame Erzieherin das
> Kind doch hat...
> ALSO, Theorie: das Gesundheitsamt möchte mit
> diesen U-Untersuchungen verhindern, dass Kinder,
> die nicht gut hören, sehen, motorisch, geistig,
> verbal, körperlich, also nicht altersgemäß
> entwickelt sind unerkannt bleiben. Finde ich
> persönlich auch nicht verkehrt, nur müsste
> gleichzeitig erkannt werden, das die ungeimpften
> Kinder gesünder sind. Nur sind die bei uns an
> einer Hand abzuzählen (wobei 2 davon schon meine
> sind). Leider glaube ich, werden die
> U-Untersuchungen eher dazu genutzt, den Eltern
> weitere Impfungen einzureden, denn der Impfausweis
> ist jedesmal vorzulegen. Also eine gute Idee mit
> falscher Umsetzung.
> Ich hoffe dir geht es einigermaßen gut...
> Liebe Grüße von Randberlin
> Ändschi