Hi Marika,
nachdem ich nun das Buch von Bert Ehgartner "Lob der Krankheit" gelesen habe, muss ich ein paar Anmerkungen dazu los werden.
Im Gegensatz zum Buch von Engelbrecht/Köhnlein "Virus-.Wahn" ist Ehgartner sowohl ein Impfbefürworter als auch ein Anhänger der gegenwärtigen Infektionshypothese. Er macht in seinem Buch definitiv klar, dass Pocken und Polio von den Impfungen ausgerottet wurden. Und dass die Masern auch durch das Impfen dezimiert wurden und ausgerottet werden (können).
Auch sind für Ehgartner Impfgegner alles andere als mitspracheberechtigt, wenn es um das Impfen geht. Es sind zwar nur zwei Sätze, wo er sich diesbezüglich auslässt, aber sie sprechen für sich.
Zuerst auf Seite 175
Zitat
Zumal öffentliche Kritik in diesem Bereich auch reflexartig zu
dem Vorwurf führte, die Kritiker seien wohl Impfgegner
und gefährdeten damit das Allgemeinwohl.
hier geht es um den Bereich der Impfstoffsicherheit
und auf Seite 305
Zitat
Unreflektiertes Impfgegnertum gibt es schon
jetzt zur Genüge. Und wenn hier ständig Material nachgeliefert
wird, wären wichtige Vorhaben, wie die Eliminierung
der Masern, wohl endgültig zum Scheitern verurteilt.
Hiermit will ich das Buch nicht gleich als wertlos für kritische Informationen verdammen. Im Gegenteil. Nicht nur das Zitat von dir aus dem Buch bzgl. der Erfahrungen des schottischen Arztes Archie Cochrane [
www.impfschutzverband.de] und die daraus resultierenden "Evidenz-basierten Standards" für medizinische Forschung, die heute gerade in der Impf(stoff)forschung wieder verwässert werden, helfen zu mehr Verständnis von uns 'Laien'. Es ist ein Fundgrube wichtiger Informationen.
Aber - da es trotz allem dem Mainstream, also u.a. der Infektionshypothese folgt, muss man es kritisch lesen (können), um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Es ist schon irgendwie eigenartig, dass Menschen wie Bert Ehgartner, die ein ungeheures Wissen in sich vereinigen, auf der einen Seite Robert Koch als Wissenschaftsbetrüger entlarven, auf der anderen Seite die Infektionshypothese, die ja auch stark von Robert Koch geprägt, wenn nicht gar sein Kind ist, kritiklos übernehmen.
Und immer wieder stützt er sich ausschließlich auf statistische Untersuchungen. Mal übernimmt er hier etwas als Beweis, mal als ein Indiz, das weiterer Untersuchungen bedarf. Aber Statistiken sind nie Beweise. Können es nicht sein.
Um das einmal etwas anders darzustellen und zu verstehen, muss man sich wieder in seine Kind zurückversetzen, wo man auf eine Behauptung von Erwachsenen die kindlich-naive Frage: "Warum?" direkt entgegnete (wenn man es - noch - durfte). So kann man sich nämlich immer weiter an einer Sache dem Ursprung hin entlang hangeln. Voraussetzung ist allerdings, dass man den heutigen "Konsens" der (medizinischen) Wissenschaft auch genau als das ansieht, nämlich
Zitat
Der Konsens (lat. consentire = übereinstimmen) bedeutet die Übereinstimmung von Menschen - meist innerhalb einer Gruppe - hinsichtlich einer gewissen Thematik ohne verdeckten oder offenen Widerspruch.
Man beachte hier insbesondere dass es sich um eine "Übereinstimmung" "meist innerhalb einer Gruppe" "ohne verdeckten und offenen Widerspruch" handelt.
Das hat aber mit Wissenschaftlichkeit nicht viel gemeinsam.
Denn wenn ich etwas wissenschaftlich
bewiesen habe, dann benötige ich keine Übereinstimmung mehr innerhalb einer Gruppe.
Bewiesen ist bewiesen, bis etwas auftaucht - wenn es auftaucht -, dass den Beweis erschüttert. Und dann muss von neuem wissenschaftlich untersucht werden.
Und sehr vieles, was mit dem Aufbau und der Wirkungsweise des menschlichen Immunsystems als gesicherte Erkenntnis dargestellt wird, ist aus Schlussfolgerungen entstanden, da es nicht direkt im menschlichen Organismus - bei lebendigem Leibe - beobachtet werden kann.
Und insbesondere, wenn immer wieder die Evolutions(theoretische)entwicklung als Hinweis oder gar Beweis für diese Dinge im Menschen herangezogen wird (wie Ehgartner es tut), sollte man erst recht hellhörig werden. Denn auch wenn es hier einen
Konsens in der riesengroßen Gruppe der Wissenschaftler gibt, dass die Evolutionstheorie keine Theorie mehr ist, gibt es ungezählte Hinweise und Unstimmigkeiten, die dieses Wissenschaftstheorem längst hätten in der Versenkung verschwinden lassen müssen...
Marika schrieb:
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> Hallo Ursula,
>
> ich finde an den beiden Büchern gut, dass sie
> Angst abbauen. Uns wird eben so viel eingeredet
> und es wird Angst permanent aufgebaut.
>
> Die Bücher geben einem einen anderen Blickwinkel.
> Da wird man cooler und immun gegen diesen
> Irrglauben.
>
> Wie lange beschäftigst Du Dich schon mit der
> Thematik (war das Buch von Dr. Buchwald das
> erste?)
>
> Grüße - Marika