Hi Marika,
durch die langjährige 'ganzheitliche' Beschäftigung mit Krankheiten weiß ich mittlerweile definitiv, dass spezielle Krankheiten nicht den Sinn haben, vor (Infektions-)Krankheiten zu schützen. Denn auch die "Infektionskrankheiten" gehen auf Überlegungen und Hypothesen der unwissenden Mediziner der früheren Jahrhunderte zurück, die z.B. bei der Syphilis'übertragung' (wie auch den Pocken) nur eines im Auge hatten: ein "Virus=Gift". Das hat sich ja heute im Zusammenhang mit bestimmten neuzeitlichen Krankheiten nicht geändert (AIDS, Vogelgrippe & Co.). Obwohl der damalige Begriff noch mehr enthielt als das, worauf sich heute die Fachwelt konzentriert.
Das reduktionistische (auf einige wenige Dinge konzentrierte) Denken und Forschen hat uns etwas beschert, das mich an den "Zauberlehrling" von Goethe erinnert:
"Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los."
Hier müsste noch mal ganz von vorne angefangen werden - möglichst unvoreingenommen der herrschenden Meinung.
Es gab noch im 19. Jahrhundert so viele offizielle Syphiliserkrankungen (die Dunkelziffer soll nach einschlägigen Angaben sehr hoch gewesen sein), dass es spezielle Ärzte nur für diese Krankheit gab: "Syphilographen". Und niemand hat die hygienischen Verhältnisse ins Auge gefasst. Könnte sich heute jemand vorstellen, Geschlechtsverkehr mit einem Menschen zu haben, der sich tage-, wochen- oder gar monatelang nicht gewaschen hatte? Und auch keine Wäsche zum Wechseln und keine Möglichkeit, um seine Wäsche zu waschen/waschen zu lassen? Beim Militär hatte man dann ja angefangen mit der körperlichen und häuslichen Hygiene. Aber wie lange braucht so etwas, bis es den letzten Winkel erreicht? Semmelweis war ja ein herausragendes Beispiel des 19. Jhdts.
Auch damals wurden Krankheitssymptome von den "Schulmedizinern" unterdrückt. Die wirklich Heilkundigen wussten um die Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus, die man in Gang setzen musste, wollte man eine wirkliche und dauerhafte Heilung erzielen: aus akuten Krankheiten wurden durch die Schulmediziner massenhaft chronisch Kranke erzeugt. Die neuen (sekundären und tertiären) Ausbrüche traten aber oft in langem zeitlichen Abstand nach der erfolgreichen 'Heilung' durch z.B. Quecksilbereinreibungen (heute insbes. Kortisonpräparate) zu Tage.
Und die Übertragung von der Mutter auf die Frucht war allseits unstreitbares Faktum. Wie es heute ja auch bei bestimmten Dingen der Fall ist: Drogensucht, Alkohol ganz klar. Aber auch Medikamente, die lange vor der Schwangerschaft der Frau verabreicht wurden, könnten sich in dem neuen Leben einnisten und nach der Geburt wäre dann eine "Krankheit" z.B. ein Reinigungs- oder Gesundungsprozess, um dieses Gift los zu werden - wie die damaligen wirklich heilenden Ärzte bei bestimmten Krankheiten, insbes. der Syphilis, erfahren haben.
Es macht es nicht leichter und führt letztendlich nicht zu einer wirklichen Antwort für den Sinn der Krankheiten, wenn man auch von der impfkritischen Seite immer mehr ins Detail geht: Th1/Th2 - wie sehen diese Dinge im Gesamtzusammenhang des menschlichen Organismus
wirklich aus. Denn hier geht es doch auch überwiegend um Laborbefunde (in vitro) und herausgerissen (reduktionistisch) aus dem Gesamtzusammenhang (in vivo)...?