Weitere Details zu den beiden neu gemeldeten Todesfällen
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19.12.2008 18:32:39
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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: S. Im Auftrag von Pressestelle,
Paul-Ehrlich-Institut
Gesendet: Freitag, 19. Dezember 2008 18:23
An: Hans Tolzin
Betreff: AW: Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz - Mein Zeichen: IFG-100 - "HPV-Todesfälle 3+4"
Sehr geehrter Herr Tolzin,
zu Ihren Fragen kann ich Ihnen die folgenden Informationen geben.
Beide Todesfälle sind in Deutschland aufgetreten. Bei dem Fall mit der Nr. 10730 ist die geimpfte Frau am Leben, gemeldet wurde dem Paul-Ehrlich-Institut eine Früh/Totgeburt (intrauteriner Tod).
Fall-Nr. 10528: Die Meldung erfolgte durch den pharmazeutischen Unternehmer. Wie Sie der Datenbank zu Verdachtsfällen auf Impfkomplikationen entnehmen können, erfolgte die Impfung der jungen Frau am 04.04.2008. Unter der Rubrik 'Beginn der Reaktion' ist das Datum 16.08.2008 eingetragen. Dieses Datum bezeichnet den Todeszeitpunkt. Die Impfung kann als Todesursache ausgeschlossen werden.Todesursache war eine Myocarditis, was im Rahmen der Autopsie histologisch nachgewiesen wurde. Als Ursache für die Myocarditis wurde eine Infektion mit Parvovirus B19 festgestellt (serologisch und histologisch bestätigt). Die spezifische histologische Untersuchung erfolgte auf Initiative des Paul-Ehrlich-Instituts.
Fall Nr. 10730: Die Meldung erfolgte durch den Arzt (nicht näher bezeichnet). Auch bei diesem Fall können Sie die Angaben zum Zeitpunkt der Impfung (30.08.22007) und zum Beginn der Reaktion (intrauteriner Tod - Oktober 2007) der Verdachtsfalldatenbank entnehmen. Die Angaben dort entsprechen dem derzeitigen Kenntnisstand des Paul-Ehrlich-Instituts, ein konkreter Termin wurde nicht gemeldet. Der Fötus wies eine schwere Fehlbildung auf, die die Ursache für die Fehlgeburt darstellt. Da die Organogenese mit der 12. Schwangerschaftswoche abgeschlossen ist, die Impfung jedoch erst nach der 12 Schwangerschaftswoche durchgeführt wurde, kann die Impfung als Ursache für die Fehlgeburt ausgeschlossen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. S.
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Gruß
Hans Tolzin
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