Hi Marika,
da muss ich doch noch mal ein kleines Veto einlegen

:
- bei der Impfproblematik kleiner Kinder geht es doch in erster Linie um relativ junge Erwachsene, die vielleicht gar mit dem ersten Kind konfrontiert werden. Diese sind 'normalerweise' so programmiert, dass Ärzte Bescheid wissen und ich mich einem Arzt anvertrauen kann, da er ja kompetent ist. Alles ist irgenwie neu und wer sollte besser Bescheid wissen als der Kinderarzt?
So war es jedenfalls bei mir und vielen anderen Menschen, die ich kannte.
Meistens ist es ja dann auch eine 'Unzufriedenheit' mit dem Arzt oder vielleicht auch nur ein 'Bauchgefühl' oder auch tatsächlich etwas Ernsthaftes, das schließlich dazu führt sich mit einer bestimmten Sache mehr auseinanderzusetzen. Und erst hier beginnt 'normalerweise' die Geschichte, den Ärzten nicht mehr blindlings zu vertrauen und selbst 'die Verantwortung zu übernehmen'. Unter Umständen ein langer und weiter Weg - ich habe ihn auch durchmachen müssen. Und ich muss mich immer wieder auf diese Anfangszeit zurückbesinnen, um mir klar zu machen, welchen Stellenwert, welche Autorität und u.U. auch welche Macht die Ärzte besitzen - auch heute noch...
Also "dass viele Eltern lieber die Verantwortung abgeben" - wie du schreibst - liegt sicher nicht daran, dass sie sie "lieber abgeben", sondern dass sie sich noch absolut nicht in der Lage fühlen sie zu übernehmen. Nach der Gaußverteilung gibt es aber - na klar - immer einige wenige, die das bereits in jungen Jahren und am Anfang der Kindererziehung können. Aber darf man diese als Maßstab nehmen?
- von einem Arzt erfuhr ich auf einem Impfsymposium (Ende 2003), dass 95% seiner Kollegen und Kolleginnen alles Impfen, was neu hinzukommt, ohne zu hinterfragen, ob damit Gefahren für die Impflinge einhergehen - aus rein kommerziellem Interesse. Und er selbst hatte nachgerechnet, dass er sein monatliches Budget enorm verbessern könnte, würde er es ihnen gleich tun. Also nach Auskunft dieses Arztes waren "die ganz Abgebrühten und Duckmäuser, die nur ihr Geschäft im Auge haben" nicht "die wenigsten", sondern die allermeisten. Dies deckt sich mit vielen anderen Erfahrungen - wie z.B. auch die Aktion "zum Tag der Impfaufklärung" am 18. September 2004 zeigte. Hier bekamen alle 6.000 niedergelassenen Kinderärzte in Deutschland einen Info-Brief. Alle Ärzte wurden um Unterstützung durch eine Unterschrift gebeten. Die Rücklaufqoute deckte sich damals mit den Angaben des Arztes... leider!
Gruß
Karl