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Re: besorgte Mutter

28.02.2009 14:10:40
Hi Elena,

vielleicht sollte dir so etwas zu denken geben [www.aerzteblatt.de]
Zitat

Dienstag, 6. Januar 2009
Medizin Meta-Analyse: Pneumokokken-Impfung ohne Wirkung

Bern - Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seiner Einführung und trotz mehrfacher Verbesserung ist der Polysaccharid-Impfstoff gegen Pneumokokken (PPV) umstrittener denn je. Eine Meta-Analyse Schweizer Sozialmediziner stellt jetzt im Canadian Medical Association Journal CMAJ (2009; 180: 48-58) die Wirkung bei Erwachsenen infrage. Die Autoren der Cochrane Meta-Analyse verteidigen ihre Empfehlung.

Es gibt zwei Impfstoffe gegen Pneumokokken. Der ältere PPV schützt heute gegen 23 Serotypen, die für 72 bis 95 Prozent aller invasiven Pneumokokkenerkrankungen verantwortlich sind. Er wird bei älteren Menschen eingesetzt. Der neue 7-valente Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff kann auch bei Kindern in den ersten beiden Lebensjahren angewendet werden, bei denen der PPV keine Immunogenität erzeugt.

Während die Schutzwirkung des Pneumokokken-Konjugat-Impfstoffs allgemein anerkannt ist, bestehen gegenüber dem PPV Zweifel. Der Grund ist die mangelnde Qualität vieler seit den 40er-Jahren durchgeführten Studien.

Mindestens elf Meta-Analysen sind in den vergangenen Jahren zum PPV durchgeführt worden. Zuletzt hatte ihm die Cochrane Collaboration eine gute Wirkung attestiert. Der Impfstoff senke die Rate der invasiven Pneumokokkenerkrankungen um 74 Prozent (Odds Ratio 0,26: 0,15-0,46) bei hoher Homogenität, sprich einem ähnlich positiven Ergebnis in den einzelnen Studien, die der Meta-Analyse zugrunde gelegt worden waren.

Eine Senkung der Pneumonierate und der Sterblichkeit konnten die Cochrane-Autoren um Ross Andrews von der Menzies School of Health Research in Darwin/Australien jedoch nicht nachweisen, auch nicht bei Personen mit chronischen Erkrankungen, denen der Impfstoff am meisten nützten könnte.

Noch ungünstiger fällt das Urteil von Matthias Egger vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Bern aus, der - in der zwölften Meta-Analyse - auch keine Schutzwirkung gegen invasive Pneumokokkenerkrankungen erkennen kann. Statt einer Odds Ratio von 0,26 wie in der Cochrane-Analyse, errechnet Egger ein relatives Risiko von 0,90 (0,46-1,77), also eine nicht signifikante Minderung des Erkrankungsrisikos um gerade einmal 10 Prozent.

Die Unterschiede zur Cochrane Analyse beruhen einzig auf dem Ausschluss zweier Studien. Eine Studie datiert aus dem Jahr 1947 und untersuchte die Schutzwirkung bei älteren Personen in New York. Die andere Studie wurde 1977 in Papua Neuguinea durchgeführt. Egger begründet den Ausschluss mit methodischen Mängeln: In der US-Studie sei die Randomisierung lückenhaft gewesen, bei der Studie aus Papua Neuguinea zieht der Experte die Validierung der Pneumoniediagnosen infrage.

In einem Editorial (CMAJ 2009; 180: 18-19) verteidigt Andrews noch einmal die Berücksichtigung der beiden Studien. Er verweist darauf, dass die Weltgesundheitsorganisation trotz der Kenntnis der jetzigen Meta-Analyse von Eggers an ihrer positiven Beurteilung festhalte. Für den Außenstehenden wirkt es etwas befremdlich, dass Studien mit einer erheblichen zeitlichen und geographischen Distanz für die Beurteilung von aktuellen Impfstoffen herangezogen werden. © rme/aerzteblatt.de

Auch wenn hier der neue Impfstoff "allgemein anerkannt ist" stellt sich doch die berechtigte Frage: "Was ist mit dieser allgemeinen Anerkennung in 40 oder mehr Jahren? Stellt sich dann auch heraus, dass 'irgendetwas' nicht 'stimmte'?

Dieses Szenario durchzieht die Geschichte des Impfens: "Es ist alles in Ordnung, die Impfung schützt, die Impfung schadet nicht" - "Aus heutiger Sicht müssen wir zugeben, dass der damalige Impfstoff..."

Wann kann man sich denn darauf verlassen, dass die Impfstoffe sicher sind und das versprechen, was ihnen angedichtet wird? Niemals!
Betreff Autor Angeklickt Datum/Zeit

besorgte Mutter

elle 1288 23.02.2009 11:31:15

Re: besorgte Mutter

Karl Woe 908 28.02.2009 14:10:40

Re: besorgte Mutter

Karl Woe 973 24.02.2009 14:27:39

Re: besorgte Mutter

Marika 908 23.02.2009 21:41:40



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