hallo sundari,
ich habe nun keine ahnung in welchem land du wohnst, aber diese impfung wird doch in deutschland schon seit 1998 nicht mehr durchgeführt und auch allgemein nicht empfohlen, da diese impfung keinen wirklichen schutz bietet, obwohl diese zuvor bei mehreren generationen als unerlässlich eingestuft wurde!
meine tochter wird jetzt 5jahre und sie hat nur jene impfungen erhalten, die ich persönlich für sinnvoll erachte und nicht was mir die ärzte immer einreden wollen. würde es eine impfung gegen herabfallende blumentöpfe geben, so würde man diese vermutlich auch als dringlich einstufen, da statistisch gesehen diese wahrscheinlichkeit höher ist, als gegen tuberkulose oder kinderlähmung zu erkranken.
meine tochter hatte schon mumps, masern, röteln, windpocken etc. was aber einen natürlichen und vor allem dauerhaften schutz bei ihr hinterlassen hat und sie erfreut sich auch bester gesundheit.
ich bin also keine "radikale impfgegnerin" aber befürworte diese auch nicht, ich versuche nur immer abzuschätzen, wie hoch das risiko und die ansteckungsgefahr für eine dieser krankheit ist und stelle diese dann einem impfrisiko gegenüber und da sind impfforen und diverse links oft sehr hilfreich, obwohl man auch hier immer etwas vorsichtig sein muß.
nun aber zu jenem thema, dass für dich eventuell von interesse sein könnte, da ja dein baby erst vor kurzem gegen tuberkulose (BCG) geimpft wurde und ich dir nun meine geschichte dazu erzählen möchte....
ich wohne zwar schon seit 1991 in österreich, aber das licht der welt erblickte ich 1977 in der ehemaligen DDR und da wurde im rahmen der "allgemeinen volksgesundheit" einfach geimpft und dafür sorgte die impffürsorge in den kindergärten und schulen automatisch und alles was der staat machte, konnte ja nichts schlechtes sein, deshalb machte sich auch keiner darüber gedanken......
die BCG-impfung gegen tuberkulose habe ich 1984 erhalten, da ein test in der schule nicht die gewünschte reaktion auf dem unterarm zeigte, was aber auch bei einigen anderen mitschülern der fall war.
die impfung erfolgte dann bei meinen mitschülern in der schule seitlich in den linken oberarm nur war ich leider zu diesem zeitpunkt krank und konnte deshalb nicht mitgeimpft werden. ich wurde daher später nicht in der schule geimpft, sondern auf dem zuständigen gesundheitsamt, wo ich mit meiner mutter hinfahren mußte.
diese BCG-impfung erfolgte aber beim gesundheitsamt nicht wie bei meinen mitschülern in der schule in den linken oberarm, sondern ich bekam diese seitlich in die obere hälfte beider oberschenkel gespritzt, wobei die impfung selbst nicht schmerzhaft war, aber alles andere was dann danach kam.
anfangs war es ja nur eine leichte rötung und schwellung an beiden impfstellen, ähnlich wie jene von mückenstichen, aber nach einigen wochen entwickelten sich daraus große abszeßartige gebilde und in der leistengegend waren deuliche "beulen" zu erkennen, was beim sitzen in der schule dann ebenfalls sehr schmerzhaft war.
7 wochen nach dieser impfung erfolgte dann die impfnachschau und da wurde dann durch die anwesende ärztin eine "überreaktion" festgestellt, die aber nach ihrer ansicht nichts beunruhigendes darstellte.
da aber diese beiden abszeßartigen gebilde nun schon extrem groß waren und ich vor schmerzen kaum mehr gehen oder sitzen konnte, wurden diese aufgeschnitten und es entleerte sich eine gewaltige menge eiter.
anstelle dieser gebilde hatte ich aber nun auf jeder seite des oberschenkels ein großes und tiefes loch, die dann tamponiert wurden, die weitere wundbehandlung sollte unsere gemeindeschwester oder eben der hausarzt durchführen. zuletzt bekam ich dann auch noch je eine injektion in die linke und rechte pobacke und wurde dann wieder in 3 monaten zur kontrolle bestellt.
anfangs gingen wir jeden 3. tag zu unserer gemeindeschwester, wo die mit eiter vollgesogenen tamponaden gewechselt wurden, später dann schon jeden 2. tag, nur die beiden löcher wurden dadurch immer größer und tiefer, auch die beulen in der leistengegend waren noch unverändert vorhanden und erst nach 2 monaten schickte uns dann unsere gemeindeschwester zum arzt, der 3 ortschaften entfernt wohnte.
unser hausarzt war zwar auch über diese impfreaktion erstaunt, meinte aber, dass dies gelegentlich vorkommen könnte und keine schädigenden auswirkungen hätte. unter lokaler betäubung wurden dann beide wunden ausgeschabt und gespült, wobei dieser geruch der spülflüssigkeit fast ident war mit jener, die zum aufhellen der haarfarbe verwendet wird und mich daher noch heute daran erinnert wenn ich beim friseur sitze.. lach. die löcher wurden dann bis oben mit einer vaselinartigen salbe ausgefüllt und danach mit dicken wundkissen bedeckt und verklebt. nach einer woche sollte dann unsere gemeindeschwester das ganze entfernen und wieder mit der normalen tamponade beginnen.
durch die lokale betäubung hatte ich anfangs nur geringe schmerzen, aber nachdem diese nachgelassen hatte, begann das ganze schrecklich zu brennen, wie wenn man reinen alkohol in die wunden gefüllt hätte und dies dauerte dann 2 qualvolle tage und nächte, danach ließen die schmerzen langsam nach und verschwanden letztlich völlig.
eine woche später wurden dann die wundkissen von der gemeindeschwester entfernt und zur freude aller war nun kein eiterherd mehr sichtbar, dafür aber 2 löcher von 2,5cm durchmesser und 2cm tiefe.
diese salbe verödete offensichtlich die nervenenden in der wunde, denn von nun an verspürte ich keinerlei schmerzen mehr beim wechseln der tamponaden und es eiterte auch nicht mehr, dafür nässte es nun sehr stark.
nachdem inzwischen weitere 3 monate vergangen waren, ging meine mutter wieder mit mir zur kontrolle zum gesundheitsamt, wo man nun nicht mehr so oberflächlich urteilte wie 3 monate zuvor und es wurden nun mehrere ärzte zur besichtigung gerufen, die letztlich zu dem sonderbaren schluss kamen, dass dies vermutlich auf eine nachträglich erfolgte infektion der impfstellen zurückzuführen sei und nicht auf die eigentliche impfung!!
der arzt sagte dann meiner mutter, dass man nun den impferfolg mit einem erneuten test am unterarm durchführen müßte und sie sollte nach 5 tagen wieder mit mir zur nachschau kommen.
5 tage später hatte ich eine deutliche rötung und schwellung am unterarm und somit war auch die impfung erfolgreich, die behandlung der impfstellen sollte wie bisher weitergeführt werden, allerdings könnte es noch bis zur vernarbung einige zeit dauern und mit einem eintrag in das impfbuch über den erfolg der impfung war damit die sache für das gesundheitsamt erledigt.
nach wochenlangem nässen zeigte sich dann endlich an den wundrändern ein kleiner kreisförmiger narbenwulst, der blaurot glänzte und nun deutlich die wunden zur umgebung abgrenzte, auch die schwellungen in der leistengegend waren fast verschwunden.
unser hausarzt hatte dann zusätzlich zur tamponade noch eine wundheilsalbe verschrieben und so konnte man nun von woche zu woche sehen, wie sich die beiden wunden langsam kreisförmig vom rand zur mitte hin schlossen, dies geschah aber alles ohne eine krustenbildung.
nach über 10 monaten waren dann beide impfstellen verheilt, allerdings hat das nachwachsende narbengewebe das tiefe loch leider nur zur hälfte
ausgefüllt, wodurch nicht nur extrem große impfnarben geblieben sind, sondern auch sehr tiefe, die über viele jahre einen bläulich roten farbton hatten und danach langsam immer heller wurden bis sie dann schneeweiß waren und sich selbst bei sehr heller hautfarbe noch farblich deutlich abheben. die farbe hat sich bis heute nicht mehr verändert und da diese narben auch im sommer nicht mitbräunen, sieht man sie schon aus großer entfernung. leider kann ich auch kein normales oder wasserfestes make-up verwenden, um zumindest die farbe anzupassen, da die narbenflächen darauf mit winzigen bläschen allergisch reagieren, hilft eben immer nur ein wenig liedschatten, was aber nicht lange hält.
bedingt durch das körperwachstum wurden die beiden narben später auch noch etwas gedehnt und haben heute einen kreisrunden durchmesser von ca. 3,5cm. durch diese dehnung sind die narben aber nur noch in der mitte ca. 1cm tief und steigen dann zum narbenrand an, ich würde es daher als "schüsselförmig" bezeichnen, wo man bequem den daumenballen hineinlegen kann.
optisch sieht es jedenfalls nicht schön aus, egal ob ich nun einen bikini trage oder eine kurze hose, die beiden narben sind durch ihre tiefe lage immer zu sehen und durch die narbengröße leider nicht nur von der seite, sondern auch von vorne und von hinten......
es gibt daher bei unbedeckten oberschenkeln keinen blickwinkel, wo man nicht zumindest eine der beiden narben sehen kann, was natürlich bei urlaubsbildern immer sehr störend wirkt (zumindest auf mich).
man wird auch immer wieder darauf angesprochen, wodurch diese "seltsamen verletzungen" entstanden sind, was natürlich auch nicht gerade angenehm ist und deshalb trage ich auch nur sehr selten kurze hosen (obwohl ich es mir figurmäßig erlauben könnte) und meide öffentliche bäder oder volle strände, so zeigen sich also die nachwirkungen der damaligen tuberkuloseimpfung auch noch heute bei mir.....
übrigens habe ich auch noch nie jemanden gesehen, der eine impfnarbe auf dem oberschenkel gehabt hätte oder eine ähnliche impfnarbe auf dem oberarm, denn diese sind ja meist kleiner als 1cm und kaum zu sehen, wie das ja auch später bei meinen mitschülern der fall war, die damals in den oberarm geimpft wurden.
abgesehen von den beiden extremen narbenbildungen könnte ich nun nicht sagen, dass diese impfung bei mir sonstige schädigungen hinterlassen hätte, aber diese eine tatsache genügt ja bereits, da sie meine lebensqualität doch einschränkt und ich schon alleine deshalb meinem kind niemals eine BCG-impfung hätte geben lassen.
so, ich denke das reicht nun.... lach