Zurück

Uveitis als Impfschaden nach Hepatitis -
(Twinrix) Impfung anerkannt


Nach der dritten Impfung gegen Hepatitis (Twinrix) traten ca. vier bis sechs Wochen später Sehstörungen auf. Die ersten Untersuchungen beim Augenarzt ergaben den Verdacht auf einen Gehirntumor, da der Sehnervenkopf Auffälligkeiten zeigte sowie gestaute Augenvenen festgestellt wurden. Der Verdacht konnte nach einer CT aber ausgeräumt werden. Danach folgte der Verdacht auf beginnende Multiple Sklerose, da die Reizleitungsgeschwindigkeit der optischen Wahrnehmung gestört war. Weitere Untersuchungen in der Kinderklinik ergaben jedoch bisher keinen konkreten Befund.

Daraufhin erfolgte die Überweisung an die Universitätsaugenklinik. Nach weiterer umfassender Diagnose wurde die Diagnose Uveitis posterior an beiden Augen gestellt. Die Uveitis wird als Autoimmunerkrankung des Auges gesehen und ist die dritthäufigste Ursache für Erblindung in Deutschland. Die Uveitis muss, um den Verlust der Sehfähigkeit aufzuhalten mit Cortison und Immunsuppressiva behandelt werden. Einige Uveitiden korrespondieren mit anderen Autoimmunerkrankungen (Rheuma, MS, Sarkoidose...). So besteht immer noch die Möglichkeit, dass neben der Uveitis eine MS entsteht.

Da der zeitliche Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung offensichtlich war, wurde ein Antrag auf Anerkennung des Impfschadens nach dem IfSG beim zuständigen Versorgungsamt gestellt. Von Vorteil war, dass die gesamte Diagnostik sehr gut und lückenlos durch Ärzte und Kliniken dokumentiert war. 2007 haben wir nach fast zweijähriger Bearbeitungszeit den Bescheid und die Anerkennung der Erkrankung als Impfschaden erhalten.



© 2008 by "Schutzverband für Impfgeschädigte e.V." - Postfach 5228 - 58829 Plettenberg