Varizellen (Windpocken) - Impfung
Das Varizella-Zoster-Virus wurde 1952 entdeckt. Seit 1974 steht ein Lebend-Impfstoff zur Verfügung. Der erste Varizellen-Lebend-Impfstoff wurde in Deutschland 1984 zugelassen.
Pädiatrie hautnah 5.2002 und 4.2003 Varizellen in Europa:
- "Ist die Anamnese unsicher, ist die Bestimmung des VZV-Antikörperstatus vor der aktiven Impfung gerechtfertigt...
- "Nahezu jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Varizellen... In Europa erkranken bis zum 12. Lebensjahr 90 -95 % der Kinder."
Deutsches Ärzteblatt 20/2001 Vakzine gegen Windpocken ist wirksam: "Außerdem gelten die Windpocken als harmlose Kinderkrankheit, die nur selten zu Komplikationen führen."
DMW 110 (1985) Durchseuchung mit dem Varizella-Zoster-Virus...":
- "...Erwachsene mit negativer oder unklarer Anamnese haben mit 90 %iger Wahrscheinlichkeit die Varizellen-Infektion ... durchgemacht...
- Wenn festgestellt wird, daß die Varizellen-Infektion bereits durchgemacht wurde, so bedeutet dies, dass in aller Regel Schutz vor einer erneuten Erkrankung an Varizellen besteht...
- In der Umgebung von Varizellen-Patienten wurden signifikante Titeranstiege bei symptomlosen Kontaktpersonen beobachtet...
- Wenn die Varizellen-Infektion schon durchgemacht wurde, braucht man somit im Falle eines Kontaktes in der Frühschwangerschaft eine Virämie und eine daraus folgende Infektion des Embryos nicht zu befürchten..."
Medical-Tribune, Juni 2002:
"Der Pieks gegen Windpockenpickel kann späte Folgen haben: Gürtelrose. Die Impfung der Kinder gegen Windpocken, demnächst als Vierfachpieks gegen diverse Kinderkrankheiten inklusive Varizellen möglich, ist also nicht unbedingt ein Segen, weil die Ausbildung eines natürlichen Schutzes unterbleibt."
Epidemiologisches Bulletin 11/2003 "Allgemeine Impfung gegen Windpocken (Varizellen)?":
Einige Experten halten systematisches Impfen gegen Varizellen schon heute für sinnvoll und realisierbar. Dies wird von anderen, so auch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut gegenwärtig für nicht ausreichend begründet angesehen.
Prof. Sitzmann, Homburg: " ...Varizellenerkrankungen im Kindesalter verlaufen bei sonst gesunden Kindern (also vor allem bei nicht immunsupprimierten) ohne Komplikationen.
Deutsches Ärzteblatt 15/2002 Ist eine Elimination der Varizellen durch eine allgemeine Impfung möglich?
Prof. Wutzler, Jena: "...Als realistische Möglichkeit für die Umsetzung einer Varizellenimpfung und die Erzielung einer hohen Durchimpfungsrate wurde die Kombination mit dem Masern-Mumps-Röteln-Impfprogramm postuliert...
Aus Leserbriefen auf einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt 41/2002:
- Drei Ärzte schreiben, sie hätten den Eindruck, daß manche epidemiologischen Experten recht weit von der klinischen Realität entfernt seien. Die Ärzte schätzen die Varizellen, bis auf sehr seltene Einzelfälle, als eine für Kinder gut überwindbare Krankheit ein. Bei dem Artikel zur Varizellenimpfung dränge sich der Verdacht auf, dass in letzter Zeit das wirtschaftliche Interesse an der Einführung neuer genereller Impfempfehlungen die kritische Betrachtung von Impfindikationen in den Schatten stellt...
- Andere Ärzte schreiben: Wo sind die ernsten Verläufe und Komplikationen? Wenn wir an der Basis keine ernsten Komplikationen über Jahre sehen, wo sind sie dann? Wir halten die Auseinandersetzung der Körperabwehr mit akuten Krankheiten für medizinisch sehr sinnvoll und unterstützenswert.
- Mehrfach wird die Frage aufgeworfen, woher die Daten des Artikels stammen über die Hospitalisation von 5.739 Kindern pro Jahr alleine wegen Varizellen und 22 Todesfälle pro Jahr*) alleine durch Varizelleninfektion. Ebenso werden Komplikationsraten der Impfung vermisst.
- In einer weiteren Zuschrift heißt es: "Der Artikel ist ein typisches Beispiel dafür, wie blind mit Impfungen umgegangen wird. Die Möglichkeit, dass die Impfung selbst Komplikationen verursachen könnte, wird überhaupt nicht erwähnt, so als wäre das absolut undenkbar. Das entspricht exakt dem Bild, das impfkritische Ärzte und Eltern immer wieder vorfinden:
Was nicht sein darf, das kann auch nicht sein."
Anzahl der Todesfälle an Windpocken lt. Statistisches Bundesamt: 1994 = 2; 1995 = 0; 1996 = 4; 1997 = 4; 1998 = 2; 1999 = 8; 2000 = 4; 2001 = 10; 2002 = 4.
Sämtliche Publikationen liegen dem Schutzverband für Impfgeschädigte e.V. vor.
14.09.2003 |