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Masern: Erkrankungen - Impfschäden

Auf die Aussage aus "Argumente gegen Impfgegner vom 23.07.2001":

  • "Wir kennen Kinder, die Masern, Mumps, Röteln ohne Probleme durchgemacht haben, aber kein einziges Kind mit Komplikationen durch diese Krankheiten!"

antwortet Prof. Dr. Schmitt (Vorsitzender der Ständigen Impfkommission, STIKO, am Robert Koch-Institut, Berlin):

  • Bei einer Komplikationsrate von 1 : 100 muß man rein statistisch 100 Kranke kennen, bevor man die Komplikation beobachtet. Kaum jemand wird in Deutschland 100 Kinder mit Masern erleben. Wer so argumentiert, ist also bereits in den Nutzen von Impfungen gekommen, denn schwere Fälle gibt es vor allem dann, wenn eine Population "total empfänglich", also nicht geimpft ist...

Bei dem Masernausbruch November 2001 bis April 2002 im Landkreis Coburg wurden lt.

  • Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 vom 10.05.2002 des Robert Koch-Institutes

1.166 Masernerkrankungen erfaßt. Hiervon waren

52 Erkrankte vorher gegen Masern geimpft worden.

Lt. Komplikationsrate von Prof. Schmitt hätte es hier mindestens 11 Fälle mit Komplikationen geben müssen.

Lt. Mitteilung des zuständigen Landratsamtes Coburg wurde nicht ein bleibender Schaden gemeldet!

Frau Dr. Knipping, Vorsitzende des Landesverbandes Bayern des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, sprach in einem Interview zur Masernepidemie in Coburg (Internet vom 06.03.2002) einen anderen Punkt an. Sie berichtet: "...Die Krankenkassen machen sich aber in den letzten Monaten sehr konkrete Gedanken darüber, wie viel Kosten Patienten verursachen,  die an einer vermeidbaren Infektionskrankheit und deren Komplikationen erkranken, da sie nicht geimpft wurden."

Zu diesem Thema äußert sich auch Dr. Goering, Obmann im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, am 04.03.2002 (Internet). Er wundert sich, daß bislang noch kein Krankenkassenvertreter untersucht hat, welcher Schaden seiner Kasse durch die Krankheitsfälle entstanden ist. Es läge dann auf der Hand, daß er Schadenersatz einfordern könnte.

Anmerkung:

  • Die Infektionskrankheit ist trotz Impfung nicht unbedingt vermeidbar.
  • Die Kosten für Medikamente, Therapien, Hilfsmittel bei einem anerkannten Impfschaden sowie die daraus resultierenden Versorgungsbezüge tragen dagegen nicht die Krankenkassen, sondern die Versorgungsämter und damit der Steuerzahler. Sie sind erheblich höher als vielleicht 1 Krankenhausaufenthalt.

Lt. Gesundheitsberichterstattung des Statistischen Bundesamtes:

Nach Masern im Krankenhaus behandelte Patienten je 100.000 Einwohner:

1994 =  1,5 %             1995 = 2,0 %             1996 = 5,6 %

1997 = 1,1 %              1998 = 0,9 %             1999 = 0,7 %

 

In Bildwoche Nr. 17 vom 19.04.2002 steht unter dem Titel "Welche Impfungen jetzt wichtig sind": 50.000 Deutsche erkranken jährlich an Masern...

Lt. Epidemiologischen Bulletins des Robert-Koch-Institutes wurden 2001 = 5.679 Erkrankungen und 2002 = 4.627 Erkrankungen gemeldet. 2003 wurden 779 Erkrankungen gemeldet.

 

Im Bericht des Focus, Ausgabe 6/1998, liest man, daß in den USA dank 95 % Durchimpfungsrate die Zahl der Masern-, Mumps- und Rötelnerkrankungen zurückgegangen ist, daß aber heute anteilsmäßig mehr Menschen an Masern sterben als vor Beginn der Impfprogramme. "Der Grund: Im Kindesalter verläuft die Krankheit meist glimpflich. Da aber immer weniger Kinder diese Viren ausstreuen, war im Vorjahr bereits jeder dritte Maserkranke älter als 20. Mit dem Alter steigt die Komplikationsrate, Masern führen immer häufiger zu schweren Lungen- oder Gehirnentzündungen. Seit Beginn der 90er Jahre starben jeweils 3 von 1.000 Erkrankten."

Liebe Leser, teilen Sie bitte Ihre Erfahrungen über Nebenwirkungen nach Masern-Impfung (auch Masern-Mumps-Röteln-Impfung) dem Schutzverband für Impfgeschädigte e.V. mit. Danke.